Erster "UrbanSlam" in Aachen

UrbanSlam Kick-Off

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15.05.2015

Mit großer Beteiligung der Fakultät für Architektur, RWTH Aachen startete am 12. Mai die erste "UrbanSlam" Veranstaltung der Architektenkammer NRW im Ludwig Forum.
"Die Zukunft der Stadt" war das Leitthema, an dem sich die jungen Architekten und Stadtplaner bzw. Nachwuchs-Architektinnen und -architekten mit ihren Beiträgen orientieren sollten. Fünf "Slammer" hatten jeweils maximal zehn Minuten Zeit hatten, dem Publikum ihre These, Forschungsarbeit oder ihr Planungskonzept nahe zu bringen. Eine Aufgabe, die alle fünf mit Bravour meisterten.
Erste Impulse gab Prof. Rolf Westerheide vom Lehrstuhl Städtebau und Landesplanung zum Thema "Zukunft der Stadt" und warf einen Blick auf die zukünftigen Themen: Verstädterung, Klimawandel, Globalisierung, Durchdringung des Alltags durch Informationstechnologien sowie auch Kriege um Ressourcen und Migration.
"Mobilität der Zukunft" war das Thema von RWTH Absolventin Eva Kampfmann, die über ihre Masterarbeit berichtete. Sie entwarf das Szenario, Verkehr insgesamt in der Stadt drastisch zu reduzieren und beschäftigte sich mit den daraus folgenden Konsequenzen am Beispiel des Parkhauses am Carlsplatz in Düsseldorf.

Jan Kampfshoff, Partner des Architekturbüros Modulorbeat aus Münster und späterer Publikumsgewinner, sprach über die "Stadt ohne Arbeit". Er hatte im Rahmen eines Kunstprojektes mit seinem Büro verlassene industrielle Altflächen in Bochum erforscht und Ideen entwickelt, wie besondere Nutzungen auf die städtebaulichen Potenziale die "Flächen ohne Arbeit" aufmerksam machen könnten. Populär wurde insbesondere seine "One-Man-Sauna".
Bei Anne Eaton, ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin am Städtebaulehrstuhl der RWTH Aachen, ging es um das Füllen städtebaulicher Lücken. Sie berichtete über Erfahrungen, die sie nach dem Erdbeben in Christchurch in Neuseeland 2011 gemacht hatte. "Selbst so eine Katastrophe birgt Chancen und Potenziale für einen Neuanfang", resümierte Anne Eaton. Diesen Ansatz wandte sie auf das Umnutzen von Brachen und Leerstellen in der Stadt und in einem Projekt in Blankenheim in der Eifel an.
Für ein "Neu-Denken der Stadt" unter Berücksichtigung gewachsener Strukturen und lokaler Traditionen warb auch Andreas Klozoris. Er richtete den Blick auf Forschungsarbeiten, die er in Istanbul, Muscat (Oman) und in Indien hatte durchführen können. "Der öffentliche Raum gehört uns allen", so sein Postulat und kritisierte monofunktionale Räume, die zu einseitig genutzt werden und zu wenig Raum der Begegnung bieten.
Die Architektenkammer plant, den UrbanSlam künftig an verschiedenen Hochschulstandorten mit Architektur-Studiengängen durchzuführen.

Weitere Informationen: Applaus für mutige Visionen und Ideen

Foto: Jörg Meier