M2.1: Klimaquartier Aachen

  Lützow - Kaserne Urheberrecht: städtebau

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Stefan Krapp

Akademischer Oberrat

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Sommersemester 2020

Dauer: 2 Semester

Inhalt

Alternatives, aber nicht minder interessantes Thema zum coronabedingt verschobenen Göderitzwettbewerb - Neue Stadt.

Anlass und Ziel
Städte sind komplexe Gebilde, die sich ständig verändern und mit neuen Rahmenbedingungen konfrontiert werden. Eine der großen Herausforderung für die zukünftige Entwicklung der Städte ist der Klimawandel. Wetterextreme mit höheren Temperaturen, geringeren aber stärkeren Niederschlägen und orkanartigen Windgeschwindigkeiten werden die städtischen Strukturen und Systeme erheblich belasten. Darum müssen Quartiere möglichst klimagerecht, anpassungsfähig und wandelbar (resilient) sowie ressourceneffizient geplant und weiterentwickelt werden.

Aufgabe und Ort
Im Rahmen des Projektes sollen Sie basierend auf einer intensiven Auseinandersetzung mit den Schwerpunktthemen Klimawandel, Klimaanpassung und Ressourceneffizienz Ideen und Maßnahmen zur Entwicklung der Lützow-Kaserne und ihres Umfeldes in Aachen-Ost erarbeiten und eine passende städtebauliche Struktur entwerfen.

Der heute noch als Instandhaltungs- und Ausbildungskaserne genutzte Bundeswehrstandort, liegt östlich des Stadtteils Aachen-Schönforst unmittelbar an der Trierer Straße und der Autobahnausfahrt Aachen-Brand. Aufgrund seiner exponierten Lage und seiner Größe von ca. 40 ha bietet der Standort die Möglichkeit zur Entwicklung eines neuen sehr eigenständigen Stadtquartiers zwischen Aachen und Brand. Flankiert wird die Fläche von unterschiedlichen Quartieren und Nutzungen, wie dem 70er-Jahre Wohnquartier Driescher Hof jenseits der Trierer Straße, dem nördlich angrenzenden Gewerbegebiet Neuenhofstraße, dem westlich gelegene Wohnquartier Schönforst und der östlichen Begrenzung zum Stadtteil Aachen-Brand durch den Autobahndamm der A44. Auf dem Areal an der Ecke Debystraße und Trierer Straße entstand in den letzten Jahren ein Baumarkt und das neue Polizeipräsidium. Als bisher ‚verbotener‘ Ort verhält sich die Fläche im Stadtgefüge wie ein Fremdkörper, der sich von der Umgebung bewusst abgrenzt und nicht vernetzt ist.

Aufgabe ist es, ein gemischtes und urbanes klimaneutrales und klimaangepasstes Quartier mit eigenständigem Charakter zu entwerfen. Durch die Verwendung unterschiedlicher Bautypologien sowie identitätsstiftender Raum- und Freiraumstrukturen soll eine neue Adresse ausgebildet werden. Für den Standtort ist ein in Art und Umfang angemessenes Programm für gemischte Nutzungen mit Dienstleistungs-, Handwerks- und nicht störenden Gewerbeeinheiten für das Quartier zu formulieren und räumlich strukturell zu integrieren. Für die privaten, gemeinschaftlichen und öffentlichen Freiflächen sind nachhaltige Grünstrukturen und Nutzungsangebote für Erschließungen, Aufenthalts- und Freizeitnutzungen mit besonderen Gestaltungsqualitäten für öffentliche und private Freiräume zu entwickeln.

Im Master Architektur wird im ersten Teil ein städtebauliches Konzept (M 1:2.000) mit einem vertiefenden städtebaulichen Entwurf für das Quartierszentrum (M 1:500) erarbeitet und im zweiten Teil des Projektes in Kooperation mit einem Hochbaulehrstuhl ein Gebäude oder Gebäudeensemble vertieft. Im Master Stadtplanung liegt der Fokus im ersten Teil auf dem städtebaulichen Gesamtentwurf (M 1:1.000) und im zweiten Teil auf der Vertiefung der technischen und grünen Infrastruktur sowie möglichen Umsetzungsstrategien. In Rahmen der neuen Masterprüfungsordnung Stadtplanung kann das Projekt auch ein Projekt M2 und ggfs. anschließendes M3 sein.

Termine

weitere Informationen folgen.

 

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