Bachelor Thesis: paseo del betis: Hafenquartier Sevilla

  Überzeichnung Sevilla © Google Maps 2022 / Überzeichnet von städtebau  

Sommersemester 2022

Dauer: ein Semester

Inhalt

Sevilla ist die Hauptstadt und größte Stadt der spanischen autonomen Gemeinschaft Andalusien und der Provinz Sevilla. Sie liegt im fruchtbaren Tal des Flusses Guadalquivir im Südwesten der Iberischen Halbinsel und beherbergt rund 1,5 Millionen Einwohner. Sevilla verfügt über den einzigen Flusshafen Spaniens, der für Europa von strategischer Bedeutung ist, da er ein Knotenpunkt im transeuropäischen Verkehrsnetz (Trans-European Transport Network: TEN-V) ist. Darüber hinaus bietet der Hafen eine verkehrsübergreifende Logistikplattform mit guten See- und Landverbindungen und soll als Logistik- und Industriecluster mit hohem Potenzial für die städtische (Neu-)Entwicklung fungieren. Urbane Knotenpunkte bündeln Nutzungen, Funktionen und Infrastrukturen und können als solche potenziell zu drei drängenden Fragen in städtischen Gebieten beitragen: Nachhaltigkeit, Raumqualität und Raumkapazität. Doch wie können solche Knotenpunkte entwickelt werden, um eine hohe Lebensqualität unter sich ändernden Klimabedingungen zu erhalten, während die Bevölkerung wächst und sich die demografische Struktur verändert?

Das B4 Projekt: „paseo del betis: Hafenquartier Sevilla“ zielt darauf ab neue Konzeptideen für das östliche Ufer des Guadalquivir – auch genannt Betis – entlang des Campus Reina Mercedes der Universität Sevilla zu entwickeln. Die vorhandenen Bestandsbauten, die Lage am Campus und der Bezug zum Wasser machen diesen besonderen Standort zu einem idealen Testfeld für innovative und zukunftssichere Quartierskonzepte. 

  Luftbild Sevilla © Google Earth 2022 / Überzeichnet von städtebau

Aufgabenstellung

In einer ersten gemeinsamen Analysephase soll der städtebauliche Kontext der Uferpromenade und des Campusgebietes auf verschiedenen Ebenen analysiert werden. Hierbei sollen Grün- und Freiräume, Nutzungen, Frequenzen/Menschenströme, Höhenentwicklungen und Raumkanten, Stadtmorphologie, Mobilität und Infrastruktur etc. in Quartiersebene und in einem gesamtstädtischen Zusammenhang betrachtet und verstanden werden. Die hieraus gewonnen Schlüsse dienen als Grundgerüst eines nachhaltigen Entwurfskonzeptes für den zugeteilten Fokusbereich.

Im Entwurf widmet sich jede/r Studierende mit einer der vier gleichwertigen 4 Hektar großen Fokusbereiche (250 m x 160 m). Neben dem Umgang mit den analysierten und ortsspezifischen Stärken, Schwächen, Potentialen und Risiken des Plangebiets gilt es die globalen Trends in Bezug auf Lebensqualität, Klima, Demografie, Mobilität, Wirtschaft und Gesellschaft in einem harmonischen und nachhaltigen Entwurf zu berücksichtigen. 

 
  Luftbild Sevilla © Google Earth 2022 / Überzeichnet von städtebau

Konzeptionell steht bei dieser Aufgabe die Frage im Vordergrund, wie den unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnissen nach Wohn-, Arbeits- und Lebensraum in unmittelbarer Nähe des Hafens und des Campus Reina Mercedes begegnet werden kann, um gleichzeitig dem Vergangenen behutsam zu entgegnen und das kollektive Gedächtnis an vergangene Zeiten auch baulich zu wahren. Welche Nutzungen sind städtebaulich verträglich und wie können diese miteinander verschränkt werden? Wie kann ein qualitatives Wechselspiel zwischen Innen- und Außenraum aussehen? Welche Körnung und architektonische Gestaltung sind diesem Hafenambiente angemessen? 

Eine zentrale Herausforderung des Entwurfes ist außerdem die konzeptionelle Auseinandersetzung mit der Thematik der Umwandlung der ehemaligen Hafenlandschaft und Umnutzung der Gebäude.

 

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