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  Schwarzplan der Fallstudie Kall © städtebau  

Ausgangslage

Zielsetzung einer nachhaltigen Stadtentwicklung im Sinne der Neuen Leipzig Charta ist nicht allein die Erhöhung der baulichen Dichte und die stärkere Nutzungsmischung. Vor allem die Vernetzung der unterschiedlichen Nutzungen mit dem Ziel lebenswerter, ressourcen- und flächensparender urbaner Quartiere steht im Fokus. Dabei ist das Potenzial in dichten urbanen Gebieten zwischen unterschiedlichen Nutzungsarten besonders hoch: Aufgrund unterschiedlicher Ressourcenbedarfe und teils antizyklischer Nutzungsspitzen können durch einen Energie- und Ressourcenaustausch bereits auf der Blockebene die Bedarfe insgesamt gesenkt werden. 

Ziele des Gesamtvorhabens

Die Studie untersucht betriebsbezogene Austauschpotenziale der Ressource Wasser in hochverdichteten innerstädtischen Baublöcken. Auf der Grundlage von Best-Practice Beispielen werden in kooperativen Workshops mit Akteur*innen aus Handwerk und Bau in Testplanungen für zwei innerstädtische Brachen in den Städten Düsseldorf (Großstadt) und Kall (Kleinstadt) beispielhaft Konzepte zum Energie- und Ressourcenaustausch über das Medium Wasser zwischen den Nutzungen Wohnen und Gewerbe entwickelt. Dabei liegt der Fokus im Bereich Gewerbe auf produzierenden Handwerksbetrieben. Zur Konzeptentwicklung sollen technische und akteursbezogene Aspekte zusammen mit städtebaulichen Rahmenbedingungen des Ressourcenaustauschs auf Baublockebene betrachtet werden. Ziel ist es, anhand der beiden Nutzungsarten den wechselseitigen Nutzen der Wasserkopplung für die Steigerung von Ressourcen- und Energieeffizienz zu identifizieren und die Konditionen ihrer Umsetzbarkeit zu benennen. 

Laufzeit

Januar 2023 bis Juni 2024

Fördermittelgeber

  • Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Kooperationspartner

  • ILS Research gGmbH
  • TU Dortmund
  • Wuppertal Institut